Herbst – keine Verschnaufpause für Allergiker

Der farbenprächtige Herbst ist da, die Pollenflughauptsaison ist endlich vorüber – doch Allergiker, aufgepasst: Auch jetzt noch sind jede Menge Allergene unterwegs.

Kräuter und Früchte
Bis weit in den Oktober hinein blüht beispielsweise die Ambrosie, die sich in Österreich seit geraumer Zeit ausbreitet. Sie ist auch bekannt als Traubenkraut oder Ragweed und ihre Pollen führen bereits in geringsten Konzentrationen zu Beschwerden. Außerdem gehen Forscher davon aus, dass sich aus Ambrosia-Heuschnupfen sehr viel häufiger ein allergisches Asthma entwickelt als bei anderen Allergenen.

Allergiker im HerbstAuch Äpfel, die typischen Herbstfrüchte, können Allergien verursachen. Viele Allergiker greifen deshalb lieber zu alten Apfelsorten als zu modernen Züchtungen. Die alten wie Goldparmene, Alkmene oder Gravensteiner enthalten mehr Polyphenole – und je höher deren Anteil, umso höher ist die Verträglichkeit. Polyphenole verhindern nämlich, dass der Körper die allergieauslösenden Eiweißstoffe aus dem Apfel aufnimmt. Da sie die Äpfel säuerlich schmecken lassen, hat man Polyphenole in vielen modernen Obstsorten einfach „weggezüchtet“. Auch bei Zwetschken und Birnen sind alte Sorten besser verträglich als junge.

Risiko durch Laubbläser
Pilzsporen kann Ihnen der Herbstwind ebenfalls in die Nase wehen. Wo sie nicht bereits von sich aus in der Luft sind, hilft ihnen gerne der Mensch: mit dem Laubbläser. Dieses in ganz Österreich beliebte Gerät wirbelt unzählige kleine Partikel auf, darunter Staub, Pollen und Pilzkeime, weit mehr als es ein herkömmlicher Rechen tut. Als Allergiker oder Asthmatiker sollten Sie beim Gebrauch solcher Hilfsmittel daher eine Schutzmaske tragen – oder am besten ganz auf derlei Gerätschaften verzichten.

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